Kreditsicherheiten

Mit einem Darlehensvertrag gehen Sie in der Regel langfristige Verpflichtungen ein. Damit Sie diese über die Darlehenslaufzeit auch erfüllen, lässt sich die Bank oftmals Sicherheiten einräumen. Dies können zum Beispiel der Schuldbeitritt oder die Bürgschaft eines Dritter, die Verpfändung von Wertpapieren oder Guthaben, die Sicherungsübereignung von Gegenständen oder die Einräumung von Grundschulden sein.

Wann und in welchem Umfang die Bank auf die Sicherheit zugreifen darf, ist in der Sicherungszweckerklärung geregelt. Die Bank wird diese im eigenen Interesse möglichst weit fassen.

Dies kann z.B. dazu führen, dass Sie ein Grundstück auch dann noch nicht lastenfrei verkaufen können, wenn der zur Finanzierung aufgenommene Kredit längst zurückgeführt wurde – denn jetzt besichert die Grundschuld vielleicht noch andere Verbindlichkeiten bei der Bank. Fatal sind in diesem Zusammenhang sogenannte „Überkreuzbesicherungen“ zugunsten verschiedener Banken. In solchen Fällen sind Sie in Ihrer Verfügungsbefugnis möglicherweise auf unabsehbare Zeit hinaus beschränkt. Oder der Bürge soll plötzlich für Verbindlichkeiten haften, die zum Zeitpunkt der Bürgschaftsübernahme noch gar nicht existierten.

Nicht jede Sicherungszweckvereinbarung ist gegenüber Verbrauchern zulässig. Gerade bei Ehegatten im Allgemeinen und bei Bürgschaften Dritter ist die Rechtsprechung des BGH zur Sittenwidrigkeit und zur Anlassbezogenheit zu berücksichtigen.

Eine frühzeitige Beratung kann Ihnen hier möglicherweise spätere Auseinandersetzungen ersparen.

© Rechtsanwältin Gesa Deneke ¤ Bockenheimer Landstr. 51 - 53 ¤ 60325 Frankfurt am Main

Bankrecht