Kreditverträge

Während Gewerbedarlehen inhaltlich keinen besonderen Vorschriften unterliegen, müssen bei Verbraucherdarlehen umfangreiche Informationspflichten beachtet werden. Diese umfassen sowohl die vorvertraglichen Informationen, die dem Kunden die Möglichkeit zum Angebotsvergleich geben sollen, als auch die weiteren Informationen, die im eigentlichen Vertrag enthalten sein müssen.

Sofern die Bank die Gewährung eines Darlehens vom Abschluss einer Restschuldversicherung oder anderer Verträge abhängig macht, müssen gegebenenfalls weitere Angaben gemacht werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Bank das Darlehen nur zum Zweck des Abschlusses eines anderen Vertrages auszahlt und es sich um sogenannte „verbundene Verträge“ handelt.

Die Sanktionen bei Nichteinhaltung der Vorschriften reichen je nach Verstoß von einer möglichen Reduktion des Vertragszinssatzes über den Wegfall von Kosten bis zur Nichtigkeit des gesamten Vertrages. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung berechtigt möglicherweise noch nach Jahren zum Widerruf des Vertrages.

Sofern ein Darlehen vorzeitig abgelöst werden soll, muss gerade in Phasen gesunkener Zinsen mit wenig Gegenliebe seitens der Banken gerechnet werden. Gerne wird auf die Unkündbarkeit des Vertrags hingewiesen oder die Berechnung einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung in Aussicht gestellt.

Lassen Sie sich im Zweifel über Ihre Rechte gegenüber den Finanzierungsinstituten beraten!

© Rechtsanwältin Gesa Deneke ¤ Bockenheimer Landstr. 51 - 53 ¤ 60325 Frankfurt am Main

Bankrecht